Unsere Geschichte
Wie alles begann . . .
1963
Schulrat i.R. Max Kudera setzt sich im Rahmen der Vorarbeiten zum neuen Hessischen
Schulpflichtgesetz für die Gründung einer Klasse für Praktisch
Bildbare in Bad Homburg ein, die 1963 eröffnet wird.
1965
Einige Eltern kommen in Frankfurt und in Bad Homburg zusammen, um die Vorbereitungen
zur Gründung einer Kreisvereinigung Obertaunus der "Lebenshilfe für
das geistig behinderte Kind" zu treffen.
1966
Am 30. März erfolgt die Gründung der Kreisvereinigung Obertaunus in
Bad Homburg unter Leitung von Professor Dr. Richard Mittermaier, der später
Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung der Lebenshilfe in Marburg wird. Frau
Bertha Kudera übernimmt den Vorsitz.
Die Erziehung des geistig behinderten Kindes
Im Obertaunuskreis wird jetzt eine eigene Kreisvereinigung der "Lebenshilfe" gegründet
Vor einigen Jahren war im Obertaunuskreis die Vereinigung "Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind" so gut wie unbekannt. Unermüdlich aber setzten sich Eltern dafür ein, daß auch hier den geistig behinderten Kindern und ihren Eltern die Hilfe zuteil werde, derer sie bedürfen, denn die praktisch Bildbaren brauchen durchaus nicht abseits der Gemeinschaft zu stehen, sondern können nach einer speziell auf sie abgestimmten heilpädagogischen Ausbildung ein Mitglied der Gemeinschaft werden, einer Arbeit nachgehen. Vorträge und Aufklärungsarbeit halfen mit, die Öffentlichkeit auf diese Kinder aufmerksam zu machen, und nun ist es soweit, daß auch im Obertaunuskreis eine eigene Kreisvereinigung der "Lebenshilfe" mit dem Sitz in Bad Homburg gegründet werden kann.
Aus "Der Taunusbote" vom 30.03.1966.
1968
Auf Anregung der Lebenshilfe eröffnet der Caritasverband der Diözese
Limburg eine "Sondertagesstätte für geistig behinderte Kinder"
in Bad Homburg.
1969
Die Kreisvereinigung setzt sich beim Landrat des Obertaunuskreises für
die Einrichtung einer "Beschützenden Werkstatt" ein. Die Schulklassen
für Praktisch Bildbare ziehen in ein eigenes Schulgebäude in Oberursel
ein: die Helen-Keller-Schule.
1971
Eröffnung der "Beschützenden Werkstatt des Hochtaunuskreises"
in Oberursel unter Leitung von Frau Waltraud Schnittler.
1976
Der Hochtaunuskreis übernimmt ein Gebäude am Niederstädter Weg
in Bad Homburg als Wohnheim für Behinderte mit einer Kapazität von
30 Plätzen. Die Heimbewohner sind in den Oberurseler Werkstätten beschäftigt..
1979
Die Kreisvereinigung Hochtaunus der "Lebenshilfe für geistig Behinderte",
wie sie inzwischen heißt, gründet die "Frühförderung
für Behinderte". Zunächst betreuen Heilpädagoginnen behinderte
Kleinkinder im Alter von sechs Monaten bis zu vier Jahren im ambulanten Einsatz
in den Wohnungen und beraten die Eltern.
1984
Die Kreisvereinigung nimmt sich der Familien mit geistig behinderten Kindern
und Jugendlichen an und gründet den "Familienentlastenden Dienst".
1985
Die Lebenshilfe richtet eine Rechtsberatung für Eltern in einem Anwaltsbüro
ein.
1986
Erste Ferienfreizeit für behinderte Kinder und Jugendliche in eigener Regie.
1987
Der Familienentlastende Dienst wird ausgeweitet. Eine hauptamtliche Kraft wird
eingestellt. Die bisherige Betreuung erfolgte ehrenamtlich.
1990
Die Lebenshilfe schließt eine Partnerschaft mit der im gleichen Jahr gegründeten
Kreisvereinigung Kirchberg/Westsachsen.
1991
Die Lebenshilfe veranstaltet erstmals zwei größere Freizeiten: im
Frühjahr für behinderte Kinder und im Herbst für schwerstbehinderte
Erwachsene.
1994
Erstausgabe des Jahresprogramms der Lebenshilfe. Start der Ferienspiele für
geistig behinderte Schulkinder.
1995
Anerkennung als Betreuungsverein (gesetzliche Betreuungen für erwachsene
behinderte Menschen). Wenn familiär keine Betreuung übernommen werden
kann, übernimmt die Lebenshilfe diese Aufgabe. Der Aufgabenkreis der Betreuerlnnen:
Vermögenssorge, Gesundheitsfürsorge und Vertretung gegenüber
Behörden und Banken und in Wohnungsangelegenheiten. Familienentlastender
Dienst: Abschluß eines Kooperationsvertrages mit einem zugelassenen Pflegedienst
(Abrechnung von Pflegesachleistungen mit Krankenkassen).
1996
Erstausgabe der Zeitung "WIR" - von uns, für uns, über uns!
1997
Die Lebenshilfe bietet eine Hort-Betreuung an (zwei Tage/Woche). Unsere pädagogischen
Frühförderung nimmt an dem Pilotprojekt des Landes Hessen "Kerndokumentation
in der hessischen Frühförderung" teil. Namensänderung: Lebenshilfe
für geistig Behinderte wird umbenannt in Lebenshilfe für Menschen
mit geistiger Behinderung (Mit der Namensänderung wird ein Menschenbild
betont, bei dem zunächst der Mensch als solcher im Vordergrund steht und
erst dann auf dieser Basis die Behinderung).
1999
Das Haus der Offenen Hilfen wird im November nach kaum sechsmonatiger Bauzeit
bezogen.
Dadurch wird u.a. die nachmittägliche Betreuung der Schülerinnen und
Schüler an fünf Tagen in der Woche gewährleistet.
2001
35 Jahre Lebenshilfe Hochtaunus
Akademische Feier am 21.10.2001 im Kurhaus Bad Homburg. Festredner war Prof.
Dr. Volker von Loewenich. Titel seines Vortrages: "Präimplantationsdiagnostik,
Arbeit mit embryonalen Stammzellen - Was ist das?"
Neuer Bus für die Lebenshilfe von der AKTION MENSCH.
Auf Einladung unserer ehemaligen Hochtaunus-Bundestagsabgeordneten Frau Bärbel Sothmann konnten vier Jugendliche und zwei Betreuer der Lebenshilfe für vier Tage nach Berlin reisen.
Neue Kursangebote des Familienentlastenden Dienstes für erwachsene, geistig behinderte Menschen im Lebenshilfe-Haus.
2002
Internetauftritt der Lebenshilfe Hochtaunus e.V. mit einer großartig gestalteten
und sehr informativen Homepage.
Fotoausstellung "Lebenslust" in der Taunus Sparkasse Bad Homburg.
In Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Bremen wurden Momentaufnahmen von Menschen
mit Beeinträchtigungen an ihrem Geburtstag gezeigt.
2004
25jähriges Jubiläum der Frühförder- und Frühberatungsstelle
Am 10. Oktober 2004 feierte die Frühförder- und Frühberatungsstelle
der Lebenshilfe im Haus der Offenen Hilfen ihr 25jähriges Bestehen. Die
Mitarbeiterinnen der Frühförderstelle hatten ein abwechslungsreiches
Programm zusammengestellt. Höhepunkt war das Mitmachkonzert des Musikers
„SPUNK“.
2005
Neuer Bus für die Lebenshilfe:
Dank einer Spende von vier Sponsoren konnte ein neues Fahrzeug für die
Lebenshilfe angeschafft werden. Die Adolf-Messer-Stiftung (Königstein),
Abiturienten des Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg, die Firma Stadlbauer
Karosseriebau (Oberursel) sowie Auto Bach (Bad Homburg) übergaben der Lebenshilfe
einen neuen VW-Transporter.
2007
Unser Außenbereich erhielt eine weitere Attraktion.
Am 12. September 2007 wurde das von Frau Gisela Magiera, Vorsitzende der Hans
Magiera Stiftung, gesponserte Trampolin eingeweiht.
Trampolinspringen hat eine hohe therapeutische Wirkung. Mit diesem (Therapie-)
Gerät können hervorragend die verschiedensten körperlichen Defizite,
die auch durch die geistige Behinderung mitverursacht sind, langsam abgebaut
werden. So kann hier der Gleichgewichtssinn, die Koordinationsfähigkeit
von Arm- u. Beineinsatz, die Atmung, der Kreislauf, das gesamte Muskelsystem
und nicht zuletzt auch das Selbstbewusstsein enorm gesteigert werden.
Wie man anhand der Bilder sehen kann, ist dieses besondere Trampolin im Erdboden
eingelassen. Es ist so stabil, dass in Gruppen gemeinsam gehüpft werden
kann. Wie viel Freude dieses Trampolin bereitet, kann man an den fröhlichen
Gesichtern der hüpfenden Kinder ablesen. Sogar unsere Rollstuhlfahrer nutzen
dieses Gerät mit Begeisterung.